Aufbruch in eine neue Ära – Wir Vier werden die „Evangelische Kirchengemeinde im Bonner Westen“ 8/2025

27.8.2025

J.Berewinkel

Wir – die Auferstehungskirchengemeinde, die Kirchengemeinde Hardtberg, die Jo- hanniskirchengemeinde und der erste Pfarrbezirk der Kirchengemeinde am Kottenforst/ Röttgen und Ückesdorf – haben vor zwei Jahren den ...

Wir – die Auferstehungskirchengemeinde, die Kirchengemeinde Hardtberg, die Jo-
hanniskirchengemeinde und der erste Pfarrbezirk der Kirchengemeinde am Kottenforst/
Röttgen und Ückesdorf – haben vor zwei Jahren den Weg zur Fusion unserer Gemeinden ge-
legt und sehen jetzt die Zielgerade! In den vergangenen Monaten haben unsere Presbyterien
wichtige Beschlüsse gefasst. Wir haben uns auf einen Namen und ein Siegel geeinigt, und
alle haben den Antrag zur Fusion an die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) gestellt:
Ab dem 1. Januar 2026 werden wir (voraussichtlich) als eine neue Gemeinde gemeinsam
auftreten. Ein herzlicher Dank geht an alle, die dazu beigetragen haben, besonders auch an
die „Arbeitsgruppe Recht“, die intensiv an diesem Prozess gearbeitet hat.

Wir wissen, dass manche von Ihnen mit gemischten Gefühlen auf die kommende Zeit
blicken. Sie sorgen sich um die schwieriger werdenden Rahmenbedingungen, wie schwin-
dende Gemeindemitgliederzahlen und damit auch Rückgang der Finanzen, die mittel- und
langfristige Pfarrversorgung und die gewohnten Sonntagsgottesdienste, die vertraute
Kirchenmusik und die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, den Erhalt unserer Kirchen
und Gemeindezentren. Um all dem begegnen zu können, haben wir uns in den vergange-
nen zwei Jahren auf den Weg gemacht, EINE Kirchengemeinde zu werden. So hoffen wir,
flexibel und mit vereinter Kraft den schwierigen Entwicklungen begegnen und weiterhin
lebendiges Gemeindeleben vielfältig für die Menschen vor Ort gestalten zu können. Kons-
truktiv und respektvoll haben wir seitdem zusammengearbeitet. So sind wir motiviert, dass
die anstehenden Prozesse uns neue Perspektiven und Anstöße, ja auch Synergien bringen,
wie wir unsere neue Gemeinde in diesen herausfordernden Zeiten aufstellen können.

Die Frage nach den Gemeindegrenzen hat uns intensiv beschäftigt, insbesondere die Frage
nach der Zugehörigkeit des Mühlenviertels. Eine dauerhafte Einigung konnte leider noch
nicht gefunden werden. So sieht der Fusionsantrag vor, dass das Mühlenviertel zunächst bei
unserer neuen Gemeinde verbleibt. Der neuen Nachbarkirchengemeinde (ab 01.01.2026 Ev.
Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge) steht es frei, ab 2026 einen Antrag
beim LKA auf Grenzänderung zu stellen.

Wie geht es nun weiter?

Bis zum Herbst stehen wichtige Entscheidungen an. Zum 1. Januar 2026 wird ein Bevoll-
mächtigtenausschuss (BVA) die Leitung der neuen Gemeinde übernehmen. Jede unserer
bisherigen Gemeinden wird drei Personen vorschlagen, die dem paritätisch besetzten BVA
angehören. Dazu werden alle Pfarrpersonen sowie ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin
Mitglieder des BVA sein. Es wird Fachausschüsse mit sachkundigen Menschen aus den
Gemeindebereichen geben, die das Leitungsgremium unterstützen. So können viele hel-
fen, wichtige und gute Entscheidungen in der Gemeinde treffen zu können. Die nächste re-
guläre Presbyteriumswahl wird Anfang 2028 stattfinden. Schon jetzt ist die „Arbeitsgruppe
Finanzen“ dabei, einen gemeinsamen Haushalt aufzustellen, damit wir 2026 klare Zahlen
und Fakten für gute Entscheidungen haben.

Unsere Pfarrer/innen arbeiten aktuell an Eckpunkten für die zukünftige Pfarrversorgung
mit Gottesdiensten, Konfirmandenarbeit sowie Kasualien (Taufen, Hochzeiten, Be-
erdigungen). Wir sind zuversichtlich, dass es gute Lösungen gibt, um auch mit perspekti-
visch weniger Pfarrpersonen gerade auch den Bedarf an Gottesdiensten in allen unseren Kir-
chen abzudecken.

Konkrete Entscheidungen zu den Gebäuden wurden bisher nicht getroffen. Jedoch ist ein
übergreifender Gebäudebedarfsplan in Vorbereitung, der neben dem Nutzungsbedarf auch
möglichen kostenträchtigen Sanierungsbedarf mit einbezieht und einbeziehen muss. Wo
wir uns bereits jetzt sehr einig sind, ist, dass wir in allen Stadtteilen als Gemeinde bei den
Menschen vor Ort bleiben wollen. Wir werden uns darüber verständigen müssen, in welchen
Gebäuden dann die jeweilige Gemeindearbeit am besten stattfinden kann.

Ein zentrales Thema der nächsten Monate wird die Zusammenarbeit in den verschiede-
nen Arbeitsfeldern der neuen Gemeinde sein.

Eine Übersicht aller Gruppen und Kreise ist in Vorbereitung. Und die Verantwortlichen ähn-
licher Gemeindebereiche sollen in den nächsten Monaten miteinander ins Gespräch kom-
men. Unsere Kirchenmusiker*innen haben sich hier schon auf einen guten Weg gemacht!

Die „Arbeitsgruppe Öffentlichkeit und Kommunikation“ arbeitet bereits an einem ge-
meinsamen Gemeindemagazin und einer neuen Homepage. So möchten wir sicherstellen,
dass auch weiterhin alle Mitglieder über die Entwicklungen informiert sind und sich aktiv
beteiligen können. Zur Vorbereitung unseres neuen Erscheinungsbildes mit Logo wird am
11. September um 19:00 Uhr in der Matthäikirche ein Workshop zur Entwicklung eines
Leitbildes der neuen Gemeinde stattfinden, den die „Arbeitsgruppe Identität“ vorbereitet.

Ein wichtiger Auftakt wird unser gemeinsamer Gottesdienst und Neujahrsempfang am
18. Januar um 11 Uhr in der Thomaskirche sein. Hierzu sind jetzt schon alle herzlich ein-
geladen, um gemeinsam mit Gottes Segen ins neue Jahr und in die neue Gemeinde zu
starten. Die Gemeindefeste in den einzelnen Gemeinden können Gelegenheit sein, sich auf
das Neue einzustellen.

In dieser spannenden Zeit des Wandels laden wir Sie ein, aktiv an den Entwicklungen teil-
zunehmen und Ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Lassen Sie uns gemeinsame
Gottesdienste feiern und gemeinsam an einer lebendigen und zukunftsorientierten Gemein-
de arbeiten!